Finnwelle

GER

01.10.14 - 05.10.14

IDM Wismar

1,50

Yachtclub Wismar 61 e. V.
Zum Yachthafen 4
23968 Wismar

Telefon: 03841/63 50 53
Fax: 03841/63 29 58
E-Mail: regatta[at]seglerjugend.de

Meldeschluss: 17.09.2014

 

IDM 2014 in Wismar


Zunächst möchte ich mich für den verspäteten Bericht entschuldigen, arbeitsbedingt habe ich leider nicht die nötige Zeit gefunden. Doch auch drei Wochen nach der IDM denke ich gerne an die Zeit in der Hansestadt Wismar und beim Yachtclub Wismar 61 e.V. zurück.

Wie einige der Finn-Flotte reiste ich bereits am Sonntag nach der Regatta in Steinhude an. Im Club wurde man freundlich begrüßt und bekam auf dem großzügigen Gelände einen Stellplatz für Wohnmobil oder Trailer zugewiesen. Schon hier, wie auch im weiteren Verlauf der Woche, zeigte sich der Yachtclub Wismar als sehr gut vorbereiteter und freundlicher Ausrichter.

Die geplanten Segeltage vor der IDM fielen leider dem nicht vorhandenen Wind zum Opfer. So konnte die segelfreie Zeit zu Erkundung der schönen Hansestadt Wismar und ihrer Umgebung genutzt werden. Um dem drohenden Lagerkoller zu entkommen, entschied ich mich mit ein paar anderen für ausgiebige Radtouren ins Umland. Besonders in Erinnerung geblieben ist hiervon die Insel Poel und eine Radtour nach Boltenhagen. Die Insel Poel befuhren wir bei schönstem Spätsommerwetter, so waren die weiten Felder und schönen Strände ein tolles Naturerlebnis. Die Radtour nach Boltenhagen sorgte neben den landschaftlichen Eindrücken für interessante Erkenntnisse. Zum einen wurde deutlich, dass sich die Meute so kurz vor der IDM bereits in Wettkampf-Modus befand, so wurde der kleinste Hügel zu Attacken und Tempoverschärfung genutzt. Zum anderen wurde das viel diskutierte Materialthema ad absurdum geführt. Udo zeigte uns mit seinem 12 Zoll Klapprad mit gebrochener Speiche, wie man die PS auf die Straße bekommt. So konnte sich jeder glücklich schätzen, der es schaffte, sich in seinem Windschatten zu halten. Dank dieser beeindruckenden Führungsleistung fuhr die Gruppen die 60 Kilometerdistanz mit einem Schnitt von 24 km/h!

Der eigentliche Segelwettbewerb begann mangels Wind mit einem Tag Verspätung. So wurden die Boote am Freitag das erste Mal zu Wasser gelassen und ein paar Teilnehmer merkten, dass die vielen Tonnen im Hafen einen Sinn haben. Wer zu dicht ans Entenhaus fuhr musste aussteigen und schieben. Zwei Wettfahrten wurden bei ca. 6-8 Knoten gesegelt und Jan vom ausrichtenden YCW 61 e.V. setzte sich als Tagessieger durch. Am Samstag zeigte sich die Wismarer Bucht dann von ihrer Schokoladenseite. Bei 10-14 Knoten Wind und strahlendem Sonnenschein wurden 3 Wettfahrten gesegelt, bei denen sich unser einziger Kadersegler Phillip mit der super Serie 3 – 1 – 1 auf den ersten Platz segelte. So standen die Kontrahenten für das Medalrace und Flottenrennen am Sonntag fest.

Am Sonntag erhielten die Teilnehmer des Medalrace ihre Protestfahnen und letzte Instruktionen der Jury. Die Punktestände und die doppelte Wertung im Medalrace versprachen ein spannendes Rennen. Für Phillip und Jan ging es um den Titel.  Von meinem vierten Platz aus gesehen war der 3. Platz noch möglich. Der 18 jährige Tscheche Ondrej Teply (Sohn des Devoti-Werft Besitzers Roman Teply) hatte zwei Punkte Vorsprung. Auf den Plätzen 5 und 6 folgten aber sehr dicht Simon und Eike vom Finn Team Germany, die im letzten Jahr eine großen Leistungssprung gemacht haben und das auch sicherlich hier nochmal zeigen wollten. Demnach traf ich die Entscheidung, nicht auf einzelne Gegner zu segeln, sondern einfach ein gutes Rennen zu segeln. Also gut starten und schnell im freien Wind die ersten Dreher mitnehmen. Das klappte auch ganz gut, doch ist es in so einem kurzen Rennen mit dieser Leistungsdichte an der Luvtonne meistens sehr eng. Meine Ansteuerung auf Steuerbordbug war daher leider etwas unglücklich und ich erhielt den verdienten Penalty von der Jury nach Protest durch Simon. Nach dem Kringel fand ich mich auf dem 9. Platz wieder. Also Aufholjagt starten. Jan fuhr derweil einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg ein gefolgt von André auf Platz 2. Ich konnte zum Glück auf jedem Schenkel zwei Boote überholen und schaffte es dadurch auf den 3. Platz gefolgt von Ulli und Phillip. Damit stand Jan als Deutscher Meister 2014 fest. Herzlich Glückwunsch nochmal an dieser Stelle.

Sieger des Flottenrennens wurde Düsi, gefolgt von Rainer, der die „Flottenwertung“ für sich entscheiden konnte.

Ein herzlicher Dank gilt dem ausrichtenden Yachtclub Wismar 61 e.V. für eine rundum gelungene IDM 2014. Sowohl die Wettfahrtleitung, die einen perfekten Job  auf dem Wasser abgeliefert hat, als auch die fleißigen Helferinnen und Helfer an Land, die uns jeden Tag verköstigten, gilt ein besonderer Dank. Auch die Wohnmobil-Armada konnte mit den Begebenheiten sehr zufrieden sein. Ich schließe mich den Schlussworten unseres 2. Vorsitzenden Michael Möckel an und würde mich freuen, wenn wir auch in Zukunft in Wismar Regatta segeln könnten.

Ich wünsche Euch allen eine schöne und kurze Winterpause, bis zur nächsten Saison!

Sebastian





 

 



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