Finnwelle

POL

04.09.15 - 06.09.15

Polish Masters Championship (Finn Cup Stettin)

keine RL

Masters auf Reisen - Teil 1 und 2- Polnische Masterschaft im Finn - Stettin 4./6.9.2015

TEIL 1:


Immer mehr polnische Finnsegler finden den Weg zu uns, sei es zum Rupenhorn oder auch in diesem Frühjahr zum Nesselblatt in Steinhude. Das empfinde ich als eine überaus erfreuliche und bereichernde Entwicklung. Das fordert doch geradezu zu einem Gegenbesuch heraus - oder? Also gebt Euch mal einen Schubs!
Die Einladung zur diesjährigen polnischen Masterschaft stand im Terminkalender. Die Anreise war denkbar einfach. Alles Autobahn, an Stettin südlich vorbei, über die Grenze die keine mehr ist. Zubringer zum südlichen Teil des Sees Dabie und schon war ich da. Dieser See Dabie liegt direkt am östlichen Stadtrand von Stettin in Nord - Süd Richtung. Er hat eine Länge von ca. 15 km und eine Breite von ca. 5 km. Wir waren auf dem südlichen Teil des Sees, welcher ein fast abgeschlossenes Revier für sich ist in der Größe des Dümmer. An der südlichen Seeseite haben sich ein Reihe Marinas etabliert, so auch das Segelzentrum Stettin, welches unser Standort war. Platz war ausreichend vorhanden, Wohnmobile konnten auf dem Gelände stehen. Neue Vereinhäuser mit perfekten Sanitäranlagen, Regattabüro etc. sowie 3 schwimmende Slipanlagen rundeten das überaus positive Bild ab. Aber direkt neben dem Segelzentrum gab es auch einen tollen Campingplatz mit Restaurant und 400 m Fußweg entfernt ein kleines aber feines Marinahotel für mich.
Unsere poln. Finnfreunde hatten schon die ganze Woche dort fleißig trainiert, unter Anleitung eines renomierten poln. Trainerglobetrotters. Natürlich war unser Jacek dabei.
Am Freitag dann zunächst registrieren - Startgeld bezahlen - allgemeine Begrüßung aller Teilnehmer mit Erklärung der Regularien.
Es waren gleich 3 Wettfahrten geplant, sowie an den folgenden Tagen auch. An einem wunderschönen Spätsommertag fing alles geruhsam mit leichtem Wind an, der sich dann aber während des Tages auf über 12 kn steigerte. Ein BUFET Schiff versorgte alle zwischen den Läufen mit Speis und Getrank.
Und abends dann die so schöne poln. Gastfreundschaft: alle waren wir um ein offenes Feuer versammelt, mit Spieß und Grillwurst ( eine Art Krakauer) obgligatorische Gurke und Bier - so viel man wollt und konnte. Naja - war wohl ein wenig zuviel.
Am nächsten Tag war der Wetterumschwung da: Wolken und Wind. Und wie. 3 Läufe waren angesagt und auch durchgeführt. Laut Insidern sollen Böen bis 28 kn dabei gewesen sein. Im allgemeine war aber alles machbar - so um 18kn. Kurs up and down mit Tor in Lee. Kenterungen blieben nicht aus, nicht alle konnten alle Läufe beenden. Aber es war eine tolle sportliche Herausforderung.
Abends war dann das angekündigte gem. Essen, in dem Restaurant auf dem benachbarten Campingplatz. Ohne Übertreibung: das Restaurant hätte eine Erwähnung im Guide Michelin verdient. So ein tolles, reichhaltiges und variantenreiches Buffet erlebt man nicht so oft.Eine Tombola mit Preisen für alle rundete den perfekten Abend ab. Stichworte: Silikonspray, Taschen von ansails und Toyota, Hängehose von finnsailing, etc ....

Am Sonntag waren dann nochmals 3 Wettfahrten geplant. Aber der Wind hatte nochmals zugelegt. Windwalzen mit über 30kn fegten über den See. Nach kurzer Beratung entschied die Wettfahrtleitung: heute keine Läufe mehr, Preisverteilung um 12.00h!
Alles perfekt, einpacken bevor der große Regen kam. Abends war ich dann zuhause, nach immerhin 650km.
Die Masters - Legenden - Wertung konnte ich gewinnen, aber der 6. Gesamtplatz in dieser recht starken Konkurenz war ganz ordentlich. Jacek war etwas genervt, das vorangegangene Trainung war vielleicht etwas zuviel.
Fazit: eine runde, schöne Mastersveranstaltung bei Stettin hätte eigentlich mehr Zuspruch von und verdient. Wer nicht dabei war hat viel versäumt , ich freue mich schon jetzt auf die polnischen Masters im nächsten Jahr.

Friedrich
GER 146

 

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Masters on Tour Teil 2

Finn Masters European Cup 2015

Vom 9.-15. September 2015 fanden die European Master in Ungarn auf dem Balaton auf der Halbinsel Tihany statt.

Vor 3 Jahren wurde diese Veranstaltung von den Ungarn als Alternativveranstaltung zu den überfüllten Masters ins Leben gerufen. Vor Jahren waren wir bereits in Ungarn zu einer Regatta Anfang Oktober auf dem Valency See, bei der wir die großartige Gastfreundschaft der Ungarn und gute Segelverhältnisse bei schönem Wetter kennengelernt haben. In diesem Jahr hatten wir uns die Teilnahme dort in Verbindung mit einem Kroatien-Urlaub vorgenommen und unsere Erwartungen wurden noch übertroffen.

Bereits im Vorfeld mit der Anmeldung haben wir die hervorragende Organisation durch Andrea Rutai zu schätzen gelernt, in dem sie uns im Vorfeld sämtliche wichtigen und unwichtigen Fragen prompt beantwortet hat und einen Standplatz für das Wohnmobil direkt im Yachthafengelände zugesagt hat. Bei unserer Ankunft war alles vorbereitet, wir haben mit Blick auf den See und Standplatz für das Boot daneben eingeparkt und am Abend im angrenzenden Restaurant die ungarische Küche genossen. Am kommenden Morgen traf dann auch Friedrich Müller als 2. deutscher Teilnehmer ein, der direkt von der polnischen Meisterschaft kam (Bericht Masters unterwegs Teil1).

Nun zum Segeln: Es begann mit einem Spaßrennen rund um die Halbinsel Tihany. Anschließend fand dann ein Practice Race bei leichtem Wind statt. Gute Verhältnisse für mich, gutes Ergebnis, dass hoffen ließ für die nächsten Tage.

Jetzt zu den Tatsachen der ernsthaften Rennen: Mit 47 Startern aus Ungarn, Kroatien, Tschechien, Slowenien, einem Österreicher, einem Ukrainer, einem Franzosen, diversen Russen und uns 2 Deutschen, wurde up and down mit Ablauftonne und Ziel raumschoots gesegelt. Von Beginn an wurden die Wettfahrten von Ian Ainslie dominiert, der unter RSA 1 startete. Bei 9 Wettfahrten erreichter er 5 erste Plätze im Endergebnis, jedoch nach 2 Streichern dicht verfolgt von Rymonis Tauras aus Litauen.
Gewertet wurden nur 46 Segler, da ein russischer Teilnehmer alle Regeln ignoriert hatte: Frühstarts, pumpen, alles was man nicht darf. Jedwedes Pfeifen und Ansprachen verhallten ungehört. Ansonsten wurde aber fair gesegelt. Chefschiedsrichter war Jupp aus Belgien, bestens mit Hannes Diefenbach (ehemaliger Finnsegler und oft bei uns jetzt als Schiedsrichter im Einsatz) bekannt. Insgesamt wurden alle 9 Wettfahrten gesegelt, für jeden waren seine persönlichen Lieblingsverhältnisse dabei und immer bei schönem Wetter. Es gab Leichtwind, der auffrischte, dann mit hoher kurzer Welle; es gab Mittelwind, der abflaute mit Restwelle, die den Eindruck vermittelte, plötzlich mehrere Eimer am Heck angebunden zu haben und es sehr schwer machte, trotzdem in Schwung zu bleiben. Es gab auch stärkeren Wind ohne Welle nach einer Drehung um 90 Grad.
 
Überragender Sieger in der Klasse der Legends wurde Friedrich Müller – siehe Bild – hochmotiviert und bei bester Laune. Alle Einzelergebnisse entnehmt bitte beigefügter Ergebnisliste.

An den Abenden wurden wir mit Spanferkel und original ungarischem Goulasch verwöhnt. Schon den ganzen Tag über waren Vereinsmitglieder mit Kartoffeln schälen und weiteren Vorbereitungen beschäftigt, um diese Veranstaltung für alle Teilnehmer zu einem unvergessenen Erlebnis zu machen.

Fazit: eine Reise für Masters, die sich mehr als lohnt!

Weitere Informationen, Ergebnisliste und Bilder unter www.finnmasterssec.org

Nils Peters
Finn GER-2

 

 

 

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